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Tag 7

Nelly. Nelly ist die Hauskatze des Hotels. Absolut zahm, anhänglich und lieb. Eine Herzensbrecherin. Ihr Besitzer, der Hotelier, zog vor einiger Zeit mit Frau, drei Kindern, drei Hunden und vier Katzen vom Seitentrakt des Hotels in ein Eigenheim ca. 1/2 Meile entfernt. Nelly kam als Einzige mit dem Umzug nicht zurecht. Die mittlerweile zehnjährige Katzendame machte sich immer wieder davon, um in „ihrem“ Hotel zu wohnen. Schliesslich hatte der Hotelier ein Einsehen und liess die Samtpfote gewähren.
Ein Dauergast – ein pensionierter Lehrer aus Perth, Australien, hat sich mit der Katze angefreundet. Er verbringt elf Monate im Jahr im Hotel. Der Hotelier meint, dass die beiden sich gegenseitig adoptiert hätten. So übernachtet Nelly denn oft im Zimmer des Aussies oder schnurrt den Herrn frühmorgens aus den Federn. Soweit so gut. Wenn sich aber der Pensionär aufmacht, seine Familie Down Under zu besuchen, wird die Vermietung vom Zimmer 37 zum Problem. Denn Nelly möchte eben in diesem Zimmer auf die Rückkehr ihres Adoptivherrchens warten. Bedeutet: Nelly muss für einen Monat zwangsversiedelt werden und kommt im ungeliebten Wohnsitz der Familie hinter Schloss und Riegel. Die Freude sei jeweils gross, wenn der Tag der Rückkehr gekommen ist. Beidseitig, wie mir beteuert wird…

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Der heutige Tag stand im Zeichen der Südküste. Wir wanderten rund 3 Stunden an der südöstlichen Spitze der Insel. Ausgangspunt: Jerbourg Point. Traumhafte Fotosujets. Brandungsumspülte Steilküsten, Falken und Möwen im dauernden Flugakrobatik-Wettstreit, das Gezeitenspektakel und die üppige Flora. Kurz: Atemberaubend. Ein Muss für jeden Guernsey Besucher.

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Unser letzter Abend auf Guernsey verbringen wir gleich wie die vorherigen. Nachtessen beim Thai unserer Wahl: Das Terrace Garden Café, direkt am Hafen von St. Peter Port. Das Restaurant bietet eine einfache und schmackhafte Küche. Zudem haben die Wirte ein Herz für Hunde und deren Besitzer. Da das Wetter sich ausschliesslich von seiner Schokoladenseite zeigt, sticht auch das dritte Plus: Die gemütlich eingerichtete Gartenterrasse.

Und noch ein paar Tipps für alle, die mit Hund nach Guernsey reisen möchten:

  • Die Vorgaben des PETS sind unbedingt einzuhalten. Diese werden beim Grenzübertritt streng kontrolliert.
  • Auf der Insel sind in den Sommermonaten einige Strände für Hunde gesperrt. Auskunft gibt das Touristoffice direkt am Hafen. Es lohnt sich, dort kurz vorbei zu schauen. Das Informationsmaterial, welches dort aufliegt, ist gratis und nützlich.
  • Es gibt genügend Möglichkeiten, seinen Vierbeiner auch ohne Leine laufen zu lassen. Ein Auto ist dabei von Vorteil, weil die geeigneten Orte ausserhalb von St. Peter Port liegen. Unser Gastgeber bewegt bspw. seine Meute täglich an der Nordküste, in der Nähe des Golfplatzes. Wie wir dies gestern bereits antizipiert hatten.
  • Die Morgentoilette ist die grösste Herausforderung (wenn man wie wir, das Hotel mitten im Städtchen gewählt hat). Im dichten Verkehr ist ein Spaziergang auf den engen Trottoirs nicht sehr angenehm, weder für Hund noch Herrchen. Dennoch. Will man nicht schon am Morgen im Traffic Jam hängen, muss man einen der wenigen Erleichterungsplätzchen – kleine Parks oder Grünflächen – suchen. Denn diese sind rar. Ich mache jeweils ein Ausflug zum Cambridge Park, der in 10′ Gehdistanz zu unserem Hotel liegt. Selbstverständlich gilt auch hier: Leinenzwang und das Wegräumen der Hinterlassenschaften.
  • Da es keine „Robidogs“ gibt, sind entsprechende Tüten immer mitzuführen. Es klappt dann besser mit den Einheimischen…

Und da war da noch der Boss des Chefs:

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