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Tag 4

Heute erkundigten wir Portbail und Barneville-Cateret. Zwei beschauliche Dörfer, mit kleinen urigen Kernen. Irgendwie erinnerten uns die beiden Dorfplätze an den Film „Willkommen bei den Sch’tis„. Der ursprüngliche Baustil scheint an der ganzen Nordküste ähnlich heimelig zu sein.

Obwohl beide Ortschaften zu einem guten Teil vom Tourismus leben, gibt es weder Hotelkomplexe, noch Tourifood-Restaurants und geschweige reihenweise Souvenirshops. Die Touristen mieten hier Ferienhäuser oder hausen auf Campingplätzen. Sie wollen Ruhe und die Natur geniessen. In Portbail beispielsweise pflanzten Normandie-Fans in den letzten Jahre beachtliche ein Vielzahl von Villen hin. Wie wir im Schaufenster eines Maklers lesen konnten, sind die Preise hier noch vergleichsweise günstig. Für eine halbe Mio. CHF liegt da schon eine gut ausgebaute Logie mit ordentlich Umschwung und zeitweiligem Meerblick drin…

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Der Yachthafen von Portbail. Warten aufs Wasser…

Am Nachmittag unternahmen wir erneut einen Wattspaziergang direkt vor unserer Haustür. Die Ebbe schien uns heute noch gewaltiger als gestern. Rund elf Minuten mussten wir vom Strand meerwärts marschieren, bis wir das Wasser erreicht hatten. Immer wieder wehten uns Nebelfetzen entgegen. Für mystische Momente war gesorgt.

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Wattwürmer im Nebel…

Der Koffer ist gepackt. Morgen schiffen wir uns via Saint Malo auf Guernsey ein. Wir sind gespannt auf die Überfahrt. Gewitter sind angesagt. Die Reisetabletten daher griffbereit…

Guernsey soll es sein

Etwas beschaulicher als das touristische Jersey, präsentiert sich Guernsey in der elektronischen Medienwelt. Ideal für einen Kurztrip. Alea iacta est.

Wer mit dem Hund reist muss wissen, dass die Einreise auf die Kanalinseln nur mit Condor Ferries möglich ist. Nur die Mitarbeiter dieser Reederei sind ermächtigt, die Einreiseformalitäten zu prüfen und zu genehmigen. Somit ist auch der Abgangshafen Saint Malo gegeben. Das in unmittelbarer Nähe zu unserem Feriendomizil gelegene Barneville-Carteret bietet zwar auch Überfahrten nach Guernsey an, aber leider keine autorisierte Hundeeinreise. Konsequenz: Ein „Umweg“ von 170 km oder 2.5h Fahrzeit. Aber wir haben ja Zeit. Und „Zeit“ ist ein gutes Stichwort. Die „Ge-Zeiten“ sorgen nämlich für einen Rhythmus, mit dem du mit musst. Ob du willst oder nicht. Sprich: Wenn kein Wasser da ist, fährt auch kein Boot…

Jetzt müssen wir noch die Details klären: Termine, Überfahrt und Unterkunft. Scheitern kann die Übung immer noch. Nicht zuletzt an einer Wurmkur für unsere treue Begleiterin…