Archiv der Kategorie: Rückreise

Tag 17

Auch am Fluss Yonne lässt sich gut schlafen. Das Hotel «Le Rive Gauche», mit seinem grossen Park ist für Hundebesitzer bestens ausgerüstet. Das Frühstücksbuffet ein Knaller. Ausgeruht und gestärkt machten wir uns auf die ereignisarme und ruhige Schlussetappe.

Deshalb zum Abschluss noch ein paar Gedanken zum Thema Autobahn. Wir haben uns entschieden, teilweise die Schnellstrassen zu nutzen und dafür auch die Maut zu berappen. Im Endeffekt kostete uns dies gegen 120€ für ca. 1500 befahrene Schnellstrassen-Kilometer. Im Vergleich ist die CH mit ihren (noch) 40 CHF/Jahr doch eher günstig aufgestellt. Dennoch lohnt sich, meiner Meinung nach, der Weg über die privat betriebenen Strecken. Man kommt nicht nur schneller voran, wenn man denn mal Land gewinnen möchte, die Fahrt ist zudem sehr angenehm – zumindest auf denjenigen Strassen, die auf unserem Weg lagen. Wir nutzten mehrheitlich die Pisten von APRR und Vinci. Der Unterschied zu den staatlichen und damit kostenlosen Fahrbahnen ist augenfällig. Auf den Privaten patrouillieren ständig Security-Fahrzeuge der Betreibergesellschaft uns sorgen schon mal optisch für ein gutes Gefühl. Der Fahrbahnbelag war durchwegs glatt (ein richtiges Inlineskater Paradies) und glich nicht einem Flickenteppich. Die Raststätten und Rastplätze sind gross, sauber, komfortabel und (meistens) baulich schön anzusehen. Auch in der Fahrbahnmarkierung haben sich die Franzosen Verschiedenes einfallen lassen. Beispielsweise der unterbrochene und gerillte Pannenstreifen, als Hilfe zum Distanzschätzen und Rüttelwarnung beim Verlassen der Fahrspur. Oder die Verkürzung des Strich-Intervalls (Mittel- und Pannenstreifen) zur optischen Unterstützung bei Ab- und Auffahrten, um nur einige zu nennen. Baustellen sind wir nur sehr wenigen begegnet. Irgendwie klappte hier die Koordination mit der Ferienzeit. Kurz: Das Fahren auf bezahltem Teer ist teuer, bietet aber auch einen grossen Komfort. Die Rastplätze sind immer geeignet für ein Picknick, was viele auch tun. Mit Decke, Sonnenschirm, Kühltasche usw. Genügend Grünflächen lassen dies auch problemlos zu. Als überzeugter Zugfahrer war ich ob diesen Annehmlichkeiten ziemlich erstaunt und beeindruckt. Und ja: Auch die Toiletten kann man benutzen. Die Ingenieure versuchen den Unzivilisierten (ich will hier bewusst keinen Vergleich mit Schweinen anstellen, denn diese Tiere wären per se sauber, wenn wir dies zulassen würden) mit allerlei Ideenreichtum Herr zu werden. Klappt ziemlich gut. Und regelmässige Kontrolle und Reinemachen der fliegenden Putzkollonnen sorgen für minimale Sauberkeit. Aber eben. Auch hier gibt es Zeitgenossen, die ihr Ziel weit verfehlen – und sich wahrscheinlich noch darüber freuen…

Wir sind zurück, die Koffer ausgepackt. Die Waschmaschine und der Tumbler lassen den Stromzähler glühen. Das Leben ist immer noch schön. Wir beginnen schnellstens mit der Phase Vorfreude für unsere Ferien 2014.

The End!

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Tag 16

Abschied. Letzte Gassi-Runde am Strand. Um 0830h hiess es „Leinen los!“. Der Strand war für einmal traktorlos. Nur das Rauschen der Wellen und des Windes. Kein Mensch weit und breit. Nur Gina und ich. Einfach schön!

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Eine ruhige Fahrt nach Joigny mit einer tragischen Schrecksekunde stand uns bevor.
Auf einer zweispurigen Nationalstrasse lief plötzlich ein freilaufender Hund vor uns auf der Fahrbahn. Das sichtlich in Panik geratene Tier lief seiner, auf dem Pannenstreifen stehenden Besitzerin, auf und davon. Gemeinsam mit einem zweiten Fahrzeug drosselten wir den Verkehr von 110km/h auf Schritttempo um den Flüchtling nicht zu überfahren. Schliesslich machte er sich auf in Richtung Gegenverkehr. Um nicht auch noch einen Autounfall und damit Menschenleben zu riskieren, mussten wir auf unserer Seite der Autobahn wieder beschleunigen. Wie das Drama ausgegangen ist, wissen wir nicht. Wir können nur hoffen, befürchten aber das Schlimmste.
Die Szene ging uns ziemlich nah. Für die nächsten Minuten war die Stimmung denn auch ziemlich gedrückt.

Das Gebiet der Loire zu durchreisen, ohne ein Prunkschloss wenigstens von aussen gesehen zu haben, geht nicht. Deshalb haben wir uns für das Prunkvollste entschieden: Schloss Chaumont. Der Link sagt mehr als tausend Worte. Gigantisch.

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Ab Orléans war die Autobahn fast leer. Und gegen 1700h erreichten wir unseren Etappenort Joigny, wo ein erstes „Pression“ auf die Reisenden wartete.

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Blick aus dem Hotelzimmer

Eine Runde durch den Hotelpark, ein Abstecher an den Fluss und ins Städtchen um den Appetit anzuregen und die Bedürfnisse unserer Pelzträgerin gerecht zu werden.

Zum Abschluss ein vergleichsweise dekadenter Viergänger, völlig underdressed – gerade deshalb erinnerungswürdig – mit einem romantischem Sonnenuntergang. Das Leben ist schön!

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