Archiv für den Tag 27. Juli 2013

Tag 9

Einkaufs-, Wasch- und Ruhetag. Neben dem Grosseinkauf war ein ausgiebiger Strandspaziergang die einzige Ertüchtigung heute. Wetter: Von allem etwas – ausser Schneefall. Das Gewitter soll’s am Abend geben.
Apropos. Unwetter haben gestern Abend nördlich von Paris bis runter ins Burgund grossen Schaden angerichtet. Züge sind stehen geblieben, Weinernten vernichtet. Noch heute morgen hatten landesweit 140 Tausend Menschen keinen Strom. Wir könnten notfalls mit Gas kochen. Ein Cheminée und Holz hat’s auch…
Der Wind frischt auf, der Himmel wird dunkler. Mal sehen, was Petrus so auf Lager hat…

Werbeanzeigen

Tag 8

Abschied von Guernsey. Einen letzten Dogwalk im Norden, einen Lunch in Downtown St. Peter Port und dann hiess es auf zum Pier. Die Fähre wartete.

20130727-105605.jpg

Blick auf St. Peter Port

Der Ausflug auf die Insel lohnte sich. In drei Tagen erhält man einen guten Überblick über das Steuerparadies. Mit einer Lachfalte und mit einem Tränensack im Gesicht, verabschieden wir uns. Das Auto hat, trotz ungewohnter Verkehrsführung, keinen Schaden davon getragen – der Fahrer auch nicht. Das Feuchte rund ums Auge rührt vom Drum und Dran: Natur, Leute, Ambiente – ein Wiedersehen würde Freude machen…

Die See war uns wieder wohl gesonnen. Die nur leichte Dünung sorgte für eine weitere positive Erinnerung an die rasante Überfahrt. Welche Furchen der Koloss ins Meer zieht, veranschaulichen folgende Bilder.

20130727-105646.jpg

20130727-105841.jpg

Und wer lieber bewegte Bilder mag: Die Heckwelle. Und hier noch ein paar Details zum Schiff.

Um 19:20h hatten wir die Grenze zur Bretagne erreicht (Saint Malo) und damit wieder festen französischen Boden unterm Pneu. Der „Ferrylag“ (eine Stunde Zeitverschiebung) machte uns auch nicht zu schaffen. Gegen 22:00h erreichten wir unser Basislager in der Normandie, just um noch einen schönen Sonnenuntergang zu erleben.

Von der Rückreise von Saint Malo nach Portbail bleibt uns in Erinnerung, dass

  • die Franzosen eine ausgeprägte Liebe zu Verkehrskreisel haben (als Pendant zum Filter auf Guernsey) – viele davon müssen brandneu sein, da unser Navi sie nicht kannte…
  • uns doch noch einen Blick aus der Ferne auf den Mont Saint Michel gelungen ist (Nebel auf der Hinfahrt verunmöglichte dies)…
  • es in Frankreich wohl ein Gesetz gibt, welches den Radiosendern vorschreibt, mindestens 50% französische Songs zu spielen (sprich: englische und französische Titel wechselten sich auffallend stur ab)…
  • wir nun nachvollziehen können, wie es sich anfühlt, meilenweit gegen den Sonnenuntergang zu reiten (wir haben das Bild der Italowestern im Kopf).  Sprich minutenlang derart geblendet zu werden, um kaum noch die Strasse erkennen zu können (trotz Sonnenbrille und -blende). Aber schön war’s trotzdem…